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01.03.2013
Beste Versorgungsmethode erforschen
Ersatzkassen beteiligen sich an großer Prostatastudie mit 7.600 Teilnehmern

Begehbare Prostata | FOTO: DPA

Ende Januar ist die groß angelegte Prostatastudie - die sogenannte PREFERE-Studie - in Deutschland gestartet. Mit insgesamt 7.600 Teilnehmern soll bis 2030 untersucht werden, von welcher der zurzeit vier angewandten Behandlungsmethoden bei lokal begrenztem Prostatakrebs Patienten am meisten profitieren.

Mit dabei: alle Ersatzkassen. Ulrike Elsner, Vorstandsvorsitzende des Verbandes der Ersatzkassen (vdek), erklärte hierzu: "Die Ersatzkassen beteiligen sich dauerhaft an der Finanzierung der Langzeitstudie. Ziel ist es, die möglichst beste Versorgungsmethode für die Patienten zu erforschen. Gesundheit und Genesung der Teilnehmer stehen dabei im Vordergrund."

Interessierte Ersatzkassenversicherte können daher ab sofort an der PREFERE-Studie teilnehmen. Weitere Informationen hierzu erhalten Sie von Ihrer Ersatzkasse oder von Ihrem behandelnden Urologen. Darüber hinaus können auch alle vorhandenen Informationen unter www.prefere.de abgerufen werden.

Prostatakrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Männern. Allein in Deutschland erkranken jährlich etwa 67.600 Männer daran. Mit der PREFERE-Studie soll wissenschaftlich abgeklärt werden, welche der vier Behandlungsmethoden für Männer mit Prostatakrebs am besten geeignet ist. Die Behandlungsmethoden umfassen das operative Entfernen der Prostata (Prostatektomie), die Bestrahlung von außen (perkutane Strahlentherapie), das Abtöten des Tumors mittels vieler kleiner, dauerhaft in der Prostata platzierter Strahlenquellen (Brachytherapie) oder die aktive Überwachung mit regelmäßigen Kontrollen und der Einleitung weiterer Therapieschritte bei Fortschreiten der Krankheit (Active Surveillance).

"Während der Studie werden die Teilnehmer von erfahrenen Urologen und/oder Strahlentherapeuten an ausgewählten und spezialisierten Studienzentren betreut. Gemeinsam mit dem behandelnden Arzt entscheiden sie, mit welcher Methode sie behandelt werden möchten", erklärte Elsner.

Die PREFERE-Studie ist ein Gemeinschaftsprojekt von verschiedenen Institutionen und Organisationen des Gesundheitswesens. Sie wurde auf Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) durch den GKV-Spitzenverband initiiert. Ziel ist es, belegbare Daten zur Bewertung der Brachytherapie zu erhalten.

Neben der Deutschen Krebshilfe beteiligen sich die gesetzlichen und privaten Krankenversicherungen, die Deutsche Gesellschaft für Urologie, der Berufsverband Deutscher Urologen, die Deutsche Gesellschaft für Radioonkologie, die Deutsche Krebsgesellschaft und der Bundesverband Prostatakrebs-Selbsthilfe an dieser einmaligen Kooperation. Die Studie endet 2030.



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