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27.02.2013
Eierstockkrebs: Intensivworkshop für Ärzte
Neueste Standards

Eierstockkrebs | FOTO: DPA

In Deutschland erkranken jährlich circa 8.000 Frauen an Eierstockkrebs. Der Anteil der Patientinnen, bei denen die Krankheit erneut auftritt, liegt bei 75 Prozent. Neue Studienergebnisse und Substanzen haben die Möglichkeiten der Therapie bei Wiederauftreten von Eierstockkrebs erweitert. Anhand konkreter Fallbeispiele wurde im Intensivworkshop an der Entscheidungsfindung für die jeweils beste operative, Chemo- und Antikörpertherapie in sehr unterschiedlichen Situationen des Wiederauftretens gearbeitet. Auch Möglichkeiten der Nachsorge, unterstützender Therapiemaßnahmen sowie der Palliativmedizin wurden diskutiert.

"Durch starke Beteiligung, ausgiebigen Erfahrungsaustausch und lebhafte Diskussionen ist es uns gelungen, die neuesten Standards für Ärzte beim Wiederauftreten von Eierstockkrebs sehr praxisnah vorzustellen", so der Klinikdirektor der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe im Ev. Krankenhaus Bielefeld (EvKB), Privatdozent Dr. Dominique Finas. "Die frühzeitige Berücksichtigung neuester Studienergebnisse in den Leitlinien der Fachgesellschaften und das Wissen darüber kommt unseren Patientinnen zugute."

Zu dem hohen Niveau der Veranstaltung, die in Zusammenarbeit der Arbeitsgemeinschaft Gynäkologische Onkologie und der Nord-Ostdeutschen Gesellschaft für Gynäkologische Onkologie durchgeführt wurde, trug insbesondere auch die Auswahl der Referenten bei. Sie gehören laut Dr. Finas zu den führenden Spezialisten auf dem Gebiet.

Beim Eierstockkrebs handelt es sich um eine Erkrankung mit sehr hohem Sterberisiko, wobei noch keine zuverlässigen Methoden der Früherkennung zur Verfügung stehen. Das mittlere Erkrankungsalter liegt bei 69 Jahren, es können jedoch auch deutlich jüngere Frauen betroffen sein. Hier kann eine genetische Ursache zugrunde liegen, die durch eine besondere Diagnostik herausgefunden werden kann.

Mit einem Intensivworkshop Ovarialkarzinom haben sich in Bielefeld führende deutsche Spezialisten, 50 Ärztinnen und Ärzte aus Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen, mit der noch unveröffentlichten aktualisierten Leitlinie zum Thema Eierstockkrebs vertraut gemacht.



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