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25.02.2013
Schmerzfreier impfen
Ohne Angst zum Kinderarzt: Pflaster betäubt die Hautoberfläche

Ohne Angst zum Kinderarzt | FOTO: DPA

In Deutschland gibt die Ständige Impfkommission (STIKO) des Robert-Koch-Instituts jährlich ihre Impfempfehlungen bekannt, an die sich mittlerweile über 90 Prozent der Eltern halten. Daher stehen mindestens acht bis zehn Impftermine in den ersten 24 Lebensmonaten eines Neugeborenen an. Kein Wunder also, dass viele kleine Patienten den Besuch beim Kinderarzt mit Schmerzen verbinden. Kleine Kinder bis ins Schulalter hinein empfinden einen Nadelstich mit der Spritze oft als sehr unangenehm und können ängstlich bis panisch darauf reagieren.

Mit den frei verkäuflichen Emla-Pflastern aus der Apotheke gehören Tränen und Angst, so verspricht der Hersteller Astra Zeneca in einer Pressemitteilung, beim Impftermin der Vergangenheit an. Das Pflaster soll eine Stunde vor der Impfung auf die Injektionsstelle geklebt werden. Es betäubt nach Angaben des Herstellers die Hautoberfläche so, dass der kleine Piks beim Einstich mit der Nadel fast schmerzfrei ist.

Die Betäubung der Injektionsstelle gewährleisten die beiden örtlich wirkenden Betäubungsmittel Lidocain und Prilocain. Die Verbindung der beiden Wirkstoffe sorge dafür, dass das Schmerzempfinden an der Hautoberfläche vorübergehend ausgeschaltet wird. Ein Einstich mit einer Nadelspitze sei dementsprechend kaum zu merken.

Der Einsatz von Emla-Pflastern empfehle sich daher nicht nur bei Impfungen: Manchmal muss schon bei den Jüngsten das Blut abgenommen und untersucht oder eine Infusion gelegt werden. In Krankenhäusern werden Emla-Pflaster verwendet, um die Schmerzen der kleinen Patienten beim Legen einer Braunüle oder eines Katheters zu lindern.

Eine Stunde vor der Impfung bzw. der Blutentnahme wird das Pflaster auf die entsprechende Injektionsstelle aufgeklebt. Diese muss natürlich vorher beim Arzt oder der Sprechstundenhilfe erfragt werden. Vor dem Einstich werden das Pflaster und die Wirkstoffreste dann entfernt: Die Injektion kann erfolgen. Werden Pflaster vor der Injektion von Lebendimpfstoffen in die Haut angewendet, sollte die Impfwirkung anschließend überwacht werden. Verzögert sich der Termin einmal, ist das auch kein Problem. Das Pflaster kann je nach Alter bis zu vier oder fünf Stunden aufgeklebt bleiben und wirkt dann noch genauso gut. Nach dem Entfernen beträgt die Anästhesie-Dauer circa eine Stunde.

Emla-Pflaster sind rezeptfrei in der Apotheke erhältlich. Eine Packung mit zwei Pflastern kostet 7,15 Euro. Angewendet werden dürfen die Pflaster bei Kindern ab drei Monaten. Säuglinge zwischen drei und elf Monaten dürfen allerdings nicht mehr als zwei Pflaster auf einmal appliziert bekommen.

Die Pharmafirma Astra-Zeneca macht auf eine Möglichkeit aufmerksam, Kleinkindern beim Impfen oder bei der Blutabnahme Schmerzen zu ersparen, wie es in Skandinavien üblich sei. Die Redaktion empfiehlt Eltern nachdrücklich, sich vor dem Kauf und der Anwendung des beschriebenen Pflasters mit ihrem Haus- oder Kinderarzt zu beraten.





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