Dortmund (ard). Viele Hausärzte in der Region können seit 1. Juli mehr Geld verdienen: Anders als zuvor bekommen sie für jeden Patienten, den sie tatsächlich versorgen, auch ein Honorar. Bis 30. Juni galt eine Fallzahlbegrenzung, jenseits derer alle Fälle nur abgestaffelt honoriert wurden.
Diese innerhalb der Ärzteschaft geregelte Honorarverteilung hatte besonders Ärztinnen und Ärzte auf dem Land und stark nachgefragte und beliebte Ärzte, die überdurchschnittlich viele Patienten versorgen, benachteiligt, weil ihre Arbeit im Extremfall gar nicht honoriert wurde.
Gleichzeitig hat die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe seit Montag zu Protestmaßnahmen der Kassenärzte gegen die als zu gering empfundene allgemeine Honorarsteigerung von 0,9 Prozent aufgerufen. Sie sollen sich zunächst gegen die Krankenkassen richten. So sollen die Ärzte zum Beispiel keine Bonushefte abstempeln.