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03.05.2012
Den Zahnarzt verstehen
Begriffe rund um das Zahnimplantat

Zahnarzt | FOTO: MENZEL

Wer seine Zahnlücke schließen oder die Prothese erneuern lassen möchte, steht heute vor vielen Möglichkeiten. Zahnimplantate zählen hierbei zu den besonders attraktiven Lösungen. Dabei hilft es, von den wichtigsten Fachbegriffen eine Vorstellung zu haben. Die Gesellschaft für Zahngesundheit, Funktion und Ästhetik (GZFA) trägt mit einem ersten Überblick dazu bei.

  • Das Zahnimplantat kommt dem natürlichen Zahngefühl am nächsten und wird laut Robert-Koch-Institut von den Bundesbürgern, die es sich leisten können, als besonders komfortable Lösung geschätzt. Es besteht in den überwiegenden Fällen aus gewebeverträglichem Reintitan und ist dreiteilig aufgebaut: Auf die künstliche Zahnwurzel wird über ein Zwischenstück für die Montage, das Abutment (vom englischen "to abut", anstoßen an), der endgültige Zahnersatz aufgesetzt wie zum Beispiel eine Krone.
  • Navigierte Implantologie: Viele Implantologen sind dazu übergegangen, die Operation navigiert, das heißt: computergestützt, mit einer Spezialsoftware individuell zu planen. Grundlage ist eine Röntgenaufnahme per Computertomographie (CT) oder digitaler Volumentomographie (DVT). Diese macht die Anatomie des Kiefers, die Knochendichte und den exakten Nervenverlauf bis ins kleinste Detail sichtbar. Daraus entsteht eine individuell geplante chirurgische Bohrschablone für den Patientenkiefer. In ihr hat der Implantologe Position und Winkel der Bohrhülsen präzise bestimmt. Durch die Bohrhülse stanzt er ein Loch durch die Schleimhaut und setzt das Implantat ein. Dieses minimal-invasive Vorgehen grenzt die Gefahr von Blutergüssen, Schwellungen und Schmerzen enorm ein.
  • Sinuslift: Ein Zahnimplantat benötigt ausreichend Knochensubstanz, um dauerhaft Halt zu finden. Muss der Implantologe den Knochen aufbauen, steht ihm mit dem Sinuslift eine spezielle Operationstechnik zur Verfügung. Damit kann er körpereigenen Knochen oder Knochenersatzmaterial einbringen (Augmentation). Nach vier bis sechs Monaten Einheilungszeit entsteht so ein festes Implantatlager.
  • Stützzonen: Ein vollständiges Gebiss weist vier Stützzonen auf, in denen sich gegenüberliegende Zähne (Antagonisten) gegenseitig abstützen.
  • Schaltlücke: Bei einer unterbrochenen Zahnreihe ist von einer Schaltlücke die Rede.
  • Freiendsituation: Eine Freiendsituation liegt vor, wenn die fehlenden Zähne die letzten in der Zahnreihe sind, also hinter den fehlenden Zähnen keine Zähne mehr vorhanden sind. Treten beide Lückenformen auf, liegt eine Schalt-Freiend-Situation vor. Zahnlücken können die Stützfunktion und damit auch die Kaufunktion beeinträchtigen. Aufgabe des Implantologen ist es, seine Möglichkeiten auf das Lückengebiss seines Patienten abzustimmen. Er kann die Implantatposition bei einem zahnlosen Unterkiefer zum Beispiel so planen, dass sie sowohl Brücken als auch Stege verankern und die Stützzonen wieder vervollständigen. Das ist eine relativ aufwendige und kostspielige Implantatversorgung erfolgen.
  • Periimplantitis: Viele Menschen sind ohne ihr Wissen von Parodontitis betroffen. Dabei handelt es sich um eine entzündliche Zahnerkrankung, bei der sich das Zahnfleisch zurückziehen kann und den Halt für die Zähne preis- gibt. Dieselben Bakterienstämme gefährden als Periimplantitis auch den Halt eines Implantats. Darum untersuchen Implantologen schon zu Beginn anhand eines mikrobiologischen Tests, ob eine Infektion vorliegt. In diesem Fall geht der Implantation ein Prophylaxeprogramm mit sorgfältiger Mundhygiene und regelmäßigen Kontrollbesuchen voraus.
Weitere Informationen der GZFA auf www.implant24.com.



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